Wie beschreiben Sie eine Aufgabe für die KI?
Eine brauchbare Aufgabenbeschreibung sagt, welches Ergebnis Sie benötigen, welche Informationen verwendet werden sollen und was offenbleiben muss. Schreiben Sie so konkret, dass auch ein Kollege ohne Vorwissen die Aufgabe verstehen könnte. Eine besondere Zauberformel ist dafür nicht nötig.

- Ein Auftrag beginnt mit dem benötigten Ergebnis.
- Benennen Sie die verwendbare Grundlage und fehlende Informationen.
- Ein besserer Auftrag ersetzt die Prüfung der Ausgabe nicht.
Sagen Sie, wofür Sie die Ausgabe brauchen
Ein Prompt ist die Aufgabenbeschreibung, die Sie einem KI-Werkzeug geben. Beginnen Sie mit dem Ergebnis: eine kurze Übersicht, ein Antwortentwurf oder eine Liste offener Angaben. Nennen Sie, wer die Ausgabe liest und welche Entscheidung damit vorbereitet wird. Das hilft, Umfang und Wortwahl zu begrenzen, statt nur eine allgemeine Bitte um Verbesserung zu stellen.
Microsoft nennt Ziel, Kontext, Quelle und Erwartungen als hilfreiche Bestandteile. Für den Betrieb kommt die klare Grenze hinzu: Was soll noch nicht entschieden oder ausgeführt werden? Ein Entwurf für eine Rückfrage ist ein anderes Ergebnis als eine fertige Zusage. Wenn die Aufgabe selbst noch unscharf ist, beginnen Sie bei Ihrem ersten KI-Einsatz.
Quellen: [1]
Welche Informationen darf die KI verwenden?
Geben Sie die relevante Grundlage mit oder benennen Sie sie im Werkzeug so, dass sie tatsächlich erreichbar ist. Ein Dateiname in einem Text verschafft der KI noch keinen Zugang zu dieser Datei. Erklären Sie außerdem, welche Fassung gilt und ob zusätzliche Informationen gesucht werden dürfen. Für eine Zusammenfassung eigener Notizen ist eine ergänzende Internetsuche meist eine andere Aufgabe.
Formulieren Sie den Umgang mit Lücken ausdrücklich. Fehlende Angaben sollen als fehlend markiert werden, statt passende Details zu ergänzen. Geben Sie für eine Antwort mit Quellen an, wie deren Fundstellen erscheinen sollen. Ob die verwendeten Unterlagen für den Dienst freigegeben sind, bleibt eine vorgelagerte Frage und wird im Beitrag Daten mit KI verarbeiten erklärt.
Eine Aufgabenanweisung, die Sie direkt verstehen können
Für freigegebene Besprechungsnotizen kann die folgende Aufgabenanweisung verwendet und angepasst werden. Sie beschreibt eine beabsichtigte Bearbeitung; sie ist kein Bericht über eine hier durchgeführte Demonstration.
Passen Sie die Anweisung an Ihr Material und Werkzeug an. Der Nutzen liegt in einer nachvollziehbaren Grenze: Sie können die Ausgabe anschließend anhand der Notizen prüfen. Den weiteren Ablauf erklärt Besprechungsnotizen mit KI.
- Ordne die beigefügten Notizen in Entscheidungen, Aufgaben und offene Fragen.
- Verwende ausschließlich die Notizen als Grundlage.
- Gib Aufgaben als Tabelle mit Aufgabe, genannter Person, genanntem Termin und Fundstelle aus.
- Markiere fehlende Personen oder Termine als offen; ergänze keine Zuständigkeiten.
- Behandle Vorschläge nicht als beschlossene Aufgaben.
Verbessern Sie die konkrete Fehlerstelle
Wenn eine Ausgabe zu lang ist, nennen Sie den benötigten Umfang. Wenn sie Vorschläge und Entscheidungen vermischt, präzisieren Sie diese Unterscheidung. Wenn ein wichtiger Teil fehlt, prüfen Sie zuerst, ob die Grundlage enthalten und zugänglich war. Eine immer längere Liste allgemeiner Verbote macht einen unklaren Auftrag nicht automatisch verständlicher.
Ändern Sie für einen Vergleich möglichst einen wichtigen Punkt auf einmal. Verwenden Sie dabei dieselbe geeignete Ausgangsunterlage. So sehen Sie, ob die Präzisierung die beobachtete Schwäche tatsächlich behebt. Für häufige Aufgaben können Sie eine geprüfte Beschreibung wiederverwenden; variable Angaben wie Material, Empfänger und Umfang müssen trotzdem zur aktuellen Aufgabe passen.
Verständliche Aufträge können falsche Ergebnisse liefern
Vergleichen Sie wichtige Aussagen und Fundstellen mit der Grundlage. NIST beschreibt, dass generative Systeme falsche Inhalte überzeugend darstellen können. Der Auftrag ist deshalb ein Mittel zur Orientierung, keine Zusage über Richtigkeit. Besonders Angaben zu Preisen, Personen und Terminen dürfen nicht allein deshalb übernommen werden, weil sie gut formuliert sind.
Bewahren Sie für eine wiederkehrende Aufgabe eine passende Beschreibung und die Kriterien für ein brauchbares Ergebnis gemeinsam auf. Wer sie übernimmt, sollte verstehen, weshalb eine bestimmte Grenze enthalten ist. Können Sie einen Fehler mit zusätzlichem Kontext nicht sinnvoll eingrenzen, wählen Sie eine kleinere Aufgabe oder einen anderen Bearbeitungsweg.
Quellen: [2]
Ihre Aufgabe gemeinsam durchgehen.
HDS zeigt Ihrem Team an geeigneten eigenen Aufgaben, wie verständliche Anweisungen entstehen und wie Ausgaben geprüft und gezielt verbessert werden.
Quellen und Einordnung
Die verlinkten Originalquellen erläutern Funktionen und fachliche Grundlagen. Unsere Empfehlungen ordnen sie für den betrieblichen Alltag ein. Quellenstand: 5. Oktober 2026.
- Microsoft Learn: Verständliche Aufgaben für Copilot formulierenLernmodul zu Ziel, Kontext, Grundlage und Erwartungen. Keine Garantie für korrekte Ergebnisse.
- NIST: Generative Artificial Intelligence ProfileJuli 2024; Abschnitt 2.2 zu überzeugend dargestellten falschen Ausgaben und MS-2.5-003 zur Quellenprüfung.