Wer ein Fenster wollte, rief an oder schrieb. Maß, Ausführung und Preis klärten sich danach im Gespräch, für jede Anfrage von vorn.
Der Besucher stellt sein Fenster auf der Website zusammen und sieht dabei Bild und Preis. Abgeschickt wird eine Anfrage, in der alles schon eingetragen ist.
Monate von der ersten Zeile bis zum geprüften Stand, mit mehreren Prüfrunden dazwischen.
Ein Fenster ist eine Rechnung mit vielen Größen. Maß und Form, Profilsystem, Verglasung, Beschlag, Farbe innen und außen, Griff, Sprossen, Lüftung, Rollladen, Montage — dreizehn Gruppen, die einander bedingen, und der Preis entsteht aus ihrem Zusammenspiel.
Konfiguratoren gibt es im Fensterbau seit Jahren. JOMÜ wollte einen, der mit den eigenen Zahlen und den eigenen Regeln rechnet — und der einem Besucher allein gelingt, was bisher über den Vertrieb lief. Damit lag die Arbeit dort, wo sie bei solchen Projekten liegt: bei den Zahlen und Regeln des Betriebs.
maße und schritte · regeln und zubehör · verwaltung mit beispieldaten
Ein Konfigurator ist so genau wie die Angaben, aus denen er rechnet. Die eigentliche Arbeit lag deshalb bei den Zahlen des Betriebs: jeden Wert seinem Produkt und seinem Maß zuordnen, jede Pflichtangabe und jede Maßgrenze als Regel hinterlegen, und das Ergebnis an echten Rechnungen nachprüfen. Zweiundsiebzig solcher Stichproben stimmten am Ende auf den Cent. Das zweite Profilsystem und einzelne Aufpreise brauchen noch Werte von JOMÜ — sie sind der nächste Schritt vor der Freischaltung.
Auch die Bilder entstanden im Projekt. Jede Form wurde mit jeder Farbe einzeln erzeugt, gerechnet aus den Maßen des Profils, damit die Ansicht genau die gewählte Ausführung zeigt. Und weil hier Anfragen von Menschen zusammenkommen, liegen Anwendung und Daten in einem europäischen Rechenzentrum, mit Löschfristen, die von allein laufen.
Vor dem Konfigurator gab es schon eine gemeinsame Strecke: Werbung, Website und ein fremder Türkonfigurator, den wir bei JOMÜ eingebaut haben. Daraus wurde ein eigenes Vorhaben — eine Software, die die Profilsysteme und die Preise von JOMÜ selbst trägt.
Gebaut wurde in Etappen, eng abgestimmt. Auf Mails im Juni folgte ein langes Telefonat mit dem Geschäftsführer, aus dem achtzehn Änderungspunkte hervorgingen; jeder davon ging in die nächste Etappe.
Geprüft wurde in Wellen, jede mit frischen Augen: ein Vollaudit vor dem Abstimmungstermin mit sechs parallelen Prüfern, danach eine Durchsicht über fünf Teilsysteme, die achtunddreißig echte Fehler zutage brachte — darunter einer, der Maße falsch bepreiste. Genau dafür laufen solche Runden. Heute ist der Konfigurator gebaut und läuft unter einer Vorschau-Adresse; vor der Freischaltung bei JOMÜ stehen die letzten Werte, die eigene Adresse und der Mailweg an.
Zeigen Sie uns, woraus bei Ihnen ein Preis entsteht. Daraus ergibt sich, welchen Teil davon Software übernehmen kann.
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